Preußens, großes Nürnberger Gründerherz.

Preußens, großes Nürnberger Gründerherz.

Oder warum der letzte Deutsche Kaiser und alle König von Preußen, den Burggrafen von Nürnberg als ersten Titel im Namen führten?

Nach dem rätselhaften Aussterben des askanischen Markgrafengeschlechtes erwarb Kaiser Karl IV. für 500.000 Gulden vom Wittelsbacher Otto V. die Mark, zugunsten des deutschen Reiches. Er nutzte die Burg von Tangermünde als Nebenresidenz zum Hradschin in Prag. Handel und Gewerbe profitieren von der Anwesenheit des kaiserlichen Hofes. Tangermünde wurde damals Hansestadt. Doch Karl verstarb viel zufrüh, sein 10 jähriger Sohn Sigismund übernahm das Reich, promt es kam zu Unruhen in der Mark. In seiner Not wandte sich der Junge wieder an den politisch und militärisch äußerst fähigen Nürnberger Burggrafen Friedrich VI., der ihm schon kurz zuvor gegen die Türken auf dem Balkan beistand. Der Hohenzoller kam nicht nur sofort mit einer respektablen Streitmacht Nürnberger Ritter, sondern auch mit mehren vom Deutsch Herrn Orden geliehenen “ faulen Greten”, einer bis dato in der Mark unbekannten Waffe, die mit ihren riesigen Steinkugeln eine Burg nach der anderen in Trümmer legte, bis die Quitows, Pultitz und Bredows  und die anderen Raubritter aufgaben. Aus Dankbarkeit übergab Sigismund das Kurfürstenamt der Mark an Friedrich I., wie er sich jetzt nannte. Später an seinen Sohn übergeben, waren dem I.  Kurfürsten noch drei schöne Jahre auf seiner kleinen Nürnberger Cadolzburg vergönnt. Die große Kaiserburg hoch über der Stadt war ihm zu  kalt geworden. Johann Cicero der IV. Kurfürst dagegen, machte sich unter anderem mit Biersteuern in Tangermünde so unbeliebt, dass er seinen Regierungsitz in das ruhigere Spandau bei Berlin verlegte. Als Kaiser Wilhelm II. 1906 in Tangermünde von diesen Anfängen seines Hauses erfuhr, ließ er die im 30 jährigen Krieg von Schweden zerstörte Burg wieder herrichten und seinen Urvätern darauf gußeiserne Denkmäler setzen.

- Auzug aus der vor Ort gehörten Tangermünder Burggeschichte -

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