1951-55 Baureihe 187

1951-55 Baureihe 187

Mercedes 220, ein Modell der Oberklasse.-Ein Herz mit sechs Kammern-

Kann Zeit schöner vergehen? Ein Augenblick der den ganzen Tag dauert.

Die Vorstellung des 220 bei der IAA im April 1951 löste kaum Erstaunen aus, denn die Basis des Sechszylinders stammte vom 170 S: Chassis und Fahrgestellt waren nahezu identisch, auch die Karosserie wirkte vertraut. Von den wenigen Modifikationen, zu denen ein vergrößertes Rückfenster, umgestaltete Rückleuchten und die längere Motorhaube zählten, fielen nur die Scheinwerfer auf, die jetzt im Kotflügel integriert waren. Sie standen dem Wagen gut zu Gesicht. Der 220 sah dadurch nicht nur schneller aus, er war es auch: 140 km/h gab das Werk als Spitze an. Dieses Temperament war dem neu entwickelten Motor zu verdanken.

Ein wahrhaft exelusives Vergnügen. Süchtig nach Vitamin S.

Das Sechszylinder-Triebwerk der Baureihe M 180 erwies sich als überaus gelungener Wurf – es dürfte zu den erfolgreichsten Konstruktionen der Kraftfahrzeuggeschichte zählen. Im Prinzip blieb es dem Mercedes-Programm bis 1976 erhalten und diente bis in die achtziger Jahre weiteren Sechszylinder-Generationen als Basis.Die Ventilsteuerung des 2.2- Liter-Kurzhuber oblag einer obenliegenden Nockenwelle, deren Antrieb eine Duplexkette übernahm. Wegen der noch unzureichenden Kraftstoffqualität blieb seine Leistung zwar auf 80 PS beschränkt, was aber weder seine Drehfreudigkeit noch die bemerkenswerte Elastizität bremste.

Zeit für Sturm und Vorwärtsdrang. Sport de Luxe.

Über seine Agilität hinaus bot der erste 220 einen hohen Repräsentationswert. Er entwickelte sich rasch zum typischen Fortbewegungsmittel des gehobenen Managements. Seine Ablösung kam jedoch nach nur drei Jahren. Er blieb letztlich ein Interimsmodell. In den Trümmern, die der Zweite Weltkrieg hinterlassen hatte, fing auch Mercedes wieder dort an, wo sechs Jahre zuvor das zvile Geschäft zum Erliegen gekommen war. Schon 1946 konnte der 170V wieder gebaut werden. Aber erst als aus dem 170V ein 170S wurde, ein später Nachfolger des Vorkriegs-230, gab es die ersten Serien-Cabriolets aus Stuttgart.

Hat Sie schon mal jemand so schnell glücklich gemacht ?

Schon als Limousinen strahlten die S-Modelle mit einem gewaltigen Prestige, doch bis Ende 1951 gelieferten A-und B-Cabrios markierten den Gipfel des Luxus. Das gilt nicht anders für die Cabriolet- und Coupe-Versionen des 220, des bewunderten Chef-Wagens der frühen fünfziger Jahre. ES tat nichts zur Sache, dass der 220 ein enger Verwander des 170S war. Mit knapp 19.000.- DM kostete ein offener 220 ein kleines Vermögen, und das Coupe lag noch deutlich darüber. Die ganze Serie brachte es auf 2360 Exemplare, ein wahrhaft exclusives Vergnügen.

220 Lim. 16.066 mal ab 11.925 DM, Coupe 85 mal ab 20.850.- DM, Cabrio A 1.278 mal ab 18.860 DM, Cabrio B 997 mal ab 15.160 DM, OTP 41 mal ab 12.895 DM gebaut.

FIN-Code Alle Modelle PS/ KW M/ OM- Code Bauzeit
187.011 220 Limousine 80/ 59 180.920 1951-54
187.023 220 Coupé 80/ 59 180.920 1953-55
187.012 220 Cabrio A 80/ 59 180.920 1951-55
187.013 220 Cabrio B 80/ 59 180.920 1951-53
187.018 220 OTP 80/ 59 180.920 1951-52

Das wird sie interessieren:

Motorinfos: M 180

wahrscheinlich ab Juni 1954 alle mit 85 PS. Cabriolet A= 2 Türen, 2 Sitze, Notsitzbank hinten, B= 2 Türen, 4 Fenster 4-5 Sitze. C= 2 Türen 4 Fenster, Notsitzbank hinten, D= 4 Türen, 5-6 Sitze.

Neu ab Werk
vom Young Classics Center Fellbach
S-Klasse W 187 mit Neuwagen-Garantie

Clever zum Jungen Stern

Bisher keine Kommentare...sei der Erste!

Hinterlasse einen Kommentar